Portrait

Jury-Vorsitzende Farah Ebrahimi

Kategorie Produkt

Interdisciplinary, multicultural, progressive punk

Der Wettbewerb steht unter dem Thema »What's Next« und stellt die Frage, was die nächsten Herausforderungen und Chancen für Designer sind. Was meinen Sie, werden wir demnächst unsere Möbel und Produkte selber drucken?

Farah Ebrahimi: Neue Technologien wie der 3D-Druck eröffnen uns viele Möglichkeiten und sind als Unterstützung des Entwicklungsprozesses sicherlich hilfreich. Wir sollten nur aufpassen, dass diese Technologien uns nicht zu sehr vom eigentlichen Kreativprozess entfremden. Der Prototypenbau, das Arbeiten mit dem Material, die Erfahrung von Grenzen und auch die unbeabsichtigten Dinge die dabei entstehen, sind fundamental für die Verfeinerung einer Idee. Die Herausforderung ist, neue Technologien unterstützend einzusetzen, ohne dabei den menschlichen Aspekt und die individuelle Kreativität zu vernachlässigen.

Sie arbeiteten lange Jahre in der Mode. Wie unterscheidet sich der Gestaltungsprozess für Sie zwischen dieser schnelllebigen Branche und der Entwicklung von Produkten und Möbeln und einer Marke wie e15?

Farah Ebrahimi: Neben der Tatsache, dass natürlich die Produkte sehr unterschiedlich sind, ist in der Tat die Schnelllebigkeit ein zentraler Aspekt, der die Entwicklung von Mode besonders macht. Häufig werden Ideen nur für eine Saison entwickelt, aber auch in der Mode gibt es Entwürfe, deren Ziel es ist, für lange Zeit relevant zu bleiben. Gute Mode hat eine ungezwungene Dramaturgie, für experimentelle Freiheit und diese Sichtweise kann auch die Entwicklung von guten Möbeln und Architektur beeinflussen.

»Gute Mode hat eine ungezwungene Dramaturgie.«

 

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Was war für Sie der Impuls als Juror an dem Wettbewerb »Gute Gestaltung 18« mitzumachen?

Farah Ebrahimi: Zunächst einmal war es eine Ehre, dass der DDC mich für den Juryvorsitz in der Kategorie ‚Produkt' vorgeschlagen hat. Für mich sind Wettbewerbe wie dieser sehr lehrreich, da es mir ermöglicht, die Inspiration der nächsten Generation von Talenten zu verstehen. Ich sehe meine Rolle nicht einseitig, vielmehr geht es mir um den gedanklichen Austausch darüber, was jetzt und in der Zukunft relevant ist.

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