Vom 8. bis 10. Mai fand der erste Bundeskongress Design unter dem Titel die DIVE’25 statt, der vom Deutschen Designtag e.V. (DT), der Dachorganisation der bundesweiten Fach- und Berufsverbände, ausgerichtet wurde. An drei Tagen wurde über die soziale, transformative, ökologische und kulturelle Relevanz des Designs diskutiert, um Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Der Deutsche Design Club war aktiv in Bühnengesprächen, Workshops und Podiumsdiskussionen vertreten.
Bettina Otto, Professorin für Mediendesign, und Stefan Bergmeier, Gründer von Creatives for Future, sprachen mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer im gemeinsamen Bühnengespräch über Stärke, Mut, Empathie, welche Kraft in der Ästhetik von Begegnungen steckt. Großes bewirken wir nur durch das Teilen, Verbinden, Vereinen von Emotionen, von Fakten, Kenntnissen und einer gemeinsamen Haltung. Wir brauchen Kreativität, Überzeugung, Gemeinsamkeit mit Blick auf das Bewahrenswerte dieser Welt. Wir können ehrenamtliche Bewegungen unterstützen, unzugängliche Reports in visuelle Narrative übersetzen oder Klima- und Gesundheitsquiz ansprechend gestalten, konstatierte Stefan Bergmeier. Vor allem müssen wir Zugänge und Brücken für unsere Studierenden bauen und motivieren, nicht die Augen zumachen, wenn es schwierig wird, so Prof. Bettina Otto.
»„Es wäre undenkbar, all das, was wir angehen wollen, anzugehen, ohne das Kreative ins Zentrum der Betrachtung zu rücken.“«
Claudia S. Friedrich
Im Workshop „Von der Wertegemeinschaft zur Wertstiftung der Designwirtschaft" haben Prof. Bettina Otto, Dara Sepehri (beide DDC Vorstand) und Claudia S. Friedrich (Director Hamburg) den Fokus auf zukünftige Narrative für den (Mehr)Wert in Bezug auf Unternehmen, Marken, Menschen und Gesellschaft gelegt. Im Impulsvortrag ist Claudia auf die Soft Power in dem von ihr entwickeltem Designwert-Modell eingegangen, um neben Hard Facts Narrative zu entwickeln – für unsere Kommunikation mit relevanten Stakeholder*innen und die wir Botschafter*innen an die Hand geben können.
Gemeinsam haben sie Werte, Fähigkeiten und Stärken von Gestalter*innen herausgearbeitet, die sie in die Prozesse, Themenfelder und Projekte einbringen. Ein weiterer Aspekt war die Wertstiftung für Unternehmen und Gesellschaft – immer ausgehend vom Menschen. Durch unsere Expertise und Wirkkraft schaffen Designer*innen neben dem Verständnis auch Identität, Halt und Stabilität. Dadurch gestalten Designer*innen nicht nur die Produkte und Service, sondern auch die Unternehmenskultur mit. Die Erkenntnisse aus dem Workshop war die Basis für den nachgelagerten DDC Salon im Bayerischen Hof in München im Rahmen der Munich Creative Business Week.
Claudia S. Friedrich moderierte darüber hinaus verschiedene Podiumsdiskussionen zu Design im Business-Kontext anhand der neuen Studie des Rat für Formgebung durchgeführt von Philipp Thesen, zu Design und Ethik über Werte und ethische Verantwortung, die wir als Designer*innen haben, und zur Relevanz von Digital Design als übergeordnetes Dach, unter dem die einzelnen Design-Disziplinen eine Ergänzung zu den technischen und betriebswirtschaftlichen Berufsfeldern darstellen.
Bereits im Vorfeld des Bundeskongress Design haben Dara Sepehri als Teil des Vorstands des Deutschen Designtags und Claudia S. Friedrich als Mitglied des Member Board für die Kuration die DIVE’25 mit auf den Weg gebracht.
Wer tiefer eintauchen möchte in die DIVE’25, kann dies im Live Blog des Bundeskongress Design tun: www.designtag.org