Umsetzung

Ein besonderes Highlight der Sanierung ist die Fassade: Die originalen 50 x 50 cm großen Kacheln mit Kreis- und Dreiecksreliefs in fünf Farben werden gesichert und durch neue Kacheln mit dem Motiv „Quadrat“ in zwei Farben ergänzt. Aus der Ferne entsteht so eine ruhige Flächenwirkung, aus der Nähe ein lebendiges Farbspiel. Das Gebäude, das im Volksmund bisher als „Kachelofen“ oder „Schwimmbad“ bezeichnet wurde, erhält damit eine moderne, eigenständige Identität. Das Konzept respektiert die Baugeschichte, indem intakte Bauelemente wiederverwendet werden, und entwickelt den Bestand gestalterisch weiter. So entsteht ein sensibler Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft, der die architektonische Wirkung des Baukörpers klar stärkt.

Im Sinne der Nachhaltigkeit (SSP-Label GreytoGreen®) wurden möglichst viele Bestandsmaterialien wiederverwendet – darunter Fassadenkacheln und der Natursteinboden im Foyer. Die technische Ausrüstung wurde komplett überarbeitet: Ein Fernwärmeanschluss, hocheffiziente Wärmerückgewinnungssysteme, drehzahlgeregelte Pumpen und LED-Beleuchtung sorgen für einen drastisch reduzierten Energieverbrauch. Der große Saal wurde als „Alleskönner“ neu gedacht – mit höhenverstellbaren Deckensegeln, die Raumwirkung, Licht und Akustik flexibel anpassen. Komfort und Funktionalität wurden erhöht, gleichzeitig Folgekosten und Verbrauch gesenkt. Auch die neue Technikzentrale und der optimierte Ersatzneubau im Süden tragen zur zukunftsfähigen Ausrichtung bei.

Einreicher
SSP AG

Designer*innen
Matthias Kraemer, Lars Müller, Frithjof Konrad, Andreas Bischoff, Heiko Sasse, Heiner Blum

Name des Kunden 
Stadt Göttingen

 

Kategorie
Architektur / Raum

DDC AWARD
Auszeichnung

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