SILBER
Bike Parking
Wiederbelebung einer ungenutzten Untergrundpassage als öffentliche Fahrradgarage am Potsdamer Platz
Von Kinzo Architekten
Aufgabe
Das Bike Parking am Potsdamer Platz ist Teil der Mobilitätswende in Berlin. Ziel war die Umnutzung einer unterirdischen Passage zu einem modernen Fahrradparkhaus mit über 200 Stellplätzen für diverse Mobilitätsformen. Die Herausforderung bestand darin, einen dunklen, gebogenen Raum funktional, sicher und gestalterisch hochwertig zu transformieren – als Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Vorausgegangene Mobilitäts- und Machbarkeitsstudien waren Basis für die Konzeption des Areals.
Laudation von Dieter Ludwig
Zukunftsweisendes Design und städtische Mobilitätskonzept gehen hier Hand in Hand. Eine ehemals dunkle, ungenutzte und wenig einladende unterirdische Passage wird zu einem Ort, der nicht nur funktional ist, sondern auch ästhetisch begeistert und Sicherheit ausstrahlt.
Umsetzung
Das Bike Parking überzeugt durch seine gestalterische Qualität und innovative Nutzung eines schwierigen Bestandsraums. Kinzo verwandelt die einstige Ladenpassage in eine futuristische Infrastruktur, die Mobilität und Design vereint. Die Formensprache, inspiriert vom Querschnitt eines Fahrradreifens, schafft Orientierung und Atmosphäre. Farb- und Lichtkonzept im rotvioletten Spektrum sowie radial angeordnete Leuchtelemente erzeugen ein immersives Raumerlebnis. Die Gestaltung ist funktional und identitätsstiftend für den Ort. Das Projekt setzt ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und zeigt, wie Architektur zur Transformation urbaner Räume beitragen kann – ein herausragendes Beispiel für gestalterische Exzellenz im öffentlichen Raum.
Das Bike Parking am Potsdamer Platz verkörpert zentrale Permakulturprinzipien: Es fördert „earth care“ durch nachhaltige Mobilität und reduziert den CO₂-Ausstoß. „People care“ zeigt sich in der sicheren, inklusiven Gestaltung. Die Umnutzung bestehender Infrastruktur begrenzt Wachstum und teilt Überschüsse. Als Intervention zur Wiederbelebung eines verlassenen Stadtraums schafft das Projekt eine Verbindung zwischen Bestandsgebäuden und der Nachbarschaft. Es stärkt die Vernetzung öffentlicher und halböffentlicher Bereiche und fördert die Quartiersentwicklung. Ressourcen werden erhalten, Vielfalt und Effizienz gestärkt. Die Gestaltung nutzt Übergänge als Chance und bietet kreative, resiliente Lösungen für urbane Herausforderungen.
Einreicher
Kinzo Architekten
Designer*innen
Karim El-Ishmawi
Ina Nikolova
Annis Lee
Luca Marinelli
Baptiste Bernard
Lauren Touhey-Otto
Hawke Gihm
Milan Leikeim
Tiffany Stahl
Kunde
Oxford Properties Group & Forum Event Management GmbH
Kategorie
Architektur / Raum
DDC AWARD
Silber
Ausbau
MWWM
Bauleitung
Aukett + Heese
Mobilitätskonzept
Büro Happold
Projektsteuerung
SMV