Umsetzung

Die Kampagne arbeitet mit erzählerischen Illustrationen, die einzelne Arbeiter und Arbeiterinnen in den Mittelpunkt stellt. Ihre Träume kontrastieren mit zerrissenen Papierschichten, die die harte Realität sichtbar machen. Prägnante Texte – „I would love to“ versus „But I have to“ – verstärken die emotionale Wirkung, während erklärende Texte Empathie in Bewusstsein verwandeln. Ein crossmedialer Ansatz mit konsistenter Bildsprache erreicht unterschiedliche Zielgruppen. Starke Kontraste, symbolische Bildsprache, Produktfarbwelten und gezielte Typografie verbinden emotionale Tiefe mit informativer Klarheit. So entsteht ein Ansatz, der den Einstieg erleichtert und Betrachter*innen zum reflektierten Nachdenken über das schwere Thema anregt.

Diese Kampagne beleuchtet die ethischen und systemischen Dimensionen globaler Lieferketten, indem sie Arbeitsausbeutung in sechs Industrien aufzeigt. Über die Frage „Ask Who made it?“ fordert sie das Publikum auf, Verantwortung zu übernehmen, den eigenen Konsum zu reflektieren und bewusste, ethische Entscheidungen zu treffen. Das Projekt zeigt, wie Kommunikationsdesign in globale Systeme eingreifen kann – für Menschen Sorge tragen, Ungerechtigkeit sichtbar machen und Reflexion, Dialog sowie gesellschaftliche Verantwortung anregen. Es formt die Narrative, die Menschen sehen, und die Systeme, die sie akzeptieren oder hinterfragen.

Einreicherin
Amal Hamed

Hochschule
Hochschule Rhein-Waal

Dozent*innen
Prof. Nicolas Markwald und Prof. Christian Stindl

Kategorie
Crossmedia Talents

DDC AWARD
Gold

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