Umsetzung

Die Gestaltung des Projekts setzt auf Sensibilität und Nähe. 3D-Modelle in Grautönen zeigen die Personen als eine Annäherung, ähnlich wie Statuen, ohne eine direkte Abbildung. Sanfte Farben und abgerundete Formen vermeiden Härte und Provokanz. Über die AR-Funktion werden die Orte direkt mit den Lebensgeschichten der Opfer verknüpft. KI-generierte Stimmen erzählen die Biografien aus der Ich-Perspektive, wodurch die Personen emotional nahbar werden. So entsteht ein interaktives, immersives Erlebnis, das Geschichte lebendig und respektvoll erfahrbar macht.

Das Projekt respektiert bestehende Ressourcen, indem die Stolpersteine unangetastet bleiben und digital erweitert werden. So wird kulturelles Erbe bewahrt und zugleich zeitgemäß zugänglich gemacht. Im Zentrum steht der respektvolle Umgang mit den Opfern. KI und AR werden genutzt, um vorhandene Fotos und Biografien in neue Erzählräume zu übertragen, ohne sie zu verfälschen. Klare Hinweise und eine zurückhaltende Gestaltung sichern den würdevollen Rahmen. Die Anwendung lebt von vorhandenen Inhalten und regt zur weiteren Recherche an. Die digitale Umsetzung ist ressourcenschonend, skalierbar und in vielen Städten übertragbar. So entsteht ein nachhaltiges System, das Erinnerungskultur lebendig hält und für kommende Generationen erfahrbar macht.

Einreicher
Celina Jahn

Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof

Kategorie
Digital Talents

DDC AWARD
Auszeichnung