Umsetzung

Statt konventioneller Graphen werden räumliche Datenskulpturen generiert, die eine körperliche Erfahrung von unsichtbaren Giftstoffmengen und -verhältnissen für eine breite Zielgruppe schaffen. Es entstehen Assoziationen von Eierschale, flüssigem Metall und stützendem Draht, sodass die Objekte einen Grenzgang zwischen wissenschaftlicher Nüchternheit und künstlerischem Ausdruck absolvieren. Der Einsatz von digitalen reaktiven Materialien, Sounds und Zusatzinformationen ermöglicht eine multisensorische Exploration und tiefe Auseinandersetzung. Gleichzeitig regt die Erfahrung der erweiterten Realität die Reflexion der eigenen Wahrnehmung, sowie des eigenen Verhaltens an und schafft damit eine neue Art der Wissenschaftskommunikation.

Die Arbeit trägt zu „Earth Care“ und dem Schutz von Ökosystemen bei, da sie sichtbar macht, dass die Silbermöwe ein Indikator für den Zustand des Meeres ist – der Quelle vieler überlebenswichtiger Ressourcen. Neben dem reinen Wissen über diesen Zustand tragen vor allem emotionale Erfahrungen dazu bei, das eigene Wertesystem und Verhalten zu verändern, weshalb möglichst viele Sinne angesprochen werden. Die Vergleichbarkeit der Belastungen zwischen den Orten und Giften im Verlauf der letzten 35 Jahre zeigt uns welche bereits getroffenen Maßnahmen positive Auswirkungen hatten (z.B. Bleiverbot in Benzin) aber auch negative Auswirkungen z.B. von Hochwassern auf die Möwen, sodass die anthropozentrische Sicht auf die Klimakrise aufgebrochen wird.

Einreicher
Thiemo Frömberg

Hochschule
Muthesius Kunsthochschule Kiel

Dozenten
Prof. Tom Duscher, Christian Engler

Sound Design
Sebastian Langer

Kategorie
Digital Talents

DDC AWARD
Silber

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