Umsetzung

Die Entwicklung erfolgte in einem nutzerzentrierten, iterativen Vorgehen: Feldforschung, Kontextinterviews und Usability-Tests bildeten die Grundlage. Darauf basierend entstand ein modulares Designsystem mit klar definierten Komponenten, reduzierter Farbdramaturgie und einer visuellen Klammer, die das Thema Folienproduktion aufgreift. Die „Film-Folding“-Metapher übersetzt die industrielle Realität in eine intuitive digitale Ordnung und schafft Wiedererkennbarkeit über alle Anwendungen hinweg. Technische Komplexität wurde in leicht verständliche Strukturen übersetzt: Assistenzsysteme, interaktive Illustrationen und eine klare visuelle Hierarchie führen den User sicher durch dichte Informationswelten.

Das Projekt setzt Prinzipien des regnerativen Designs in einem industriellen Kontext um: Durch Klarheit und Fehlervermeidung werden Materialverluste reduziert und Ressourcen geschont. Die Vielfalt an Maschinen und Prozessen wurde in einem einheitlichen System zusammengeführt, das Stabilität durch Konsistenz schafft und dennoch flexibel auf neue Anforderungen reagiert. Das Design stärkt die Menschen am Arbeitsplatz, indem es Sicherheit, Transparenz und Unterstützung bietet. Wissen wird geteilt, Redundanzen verringert und eine gemeinsame Grundlage geschaffen. Durch die vereinfachte Bedienung ist das UI inklusiv für Nutzer aller Kompetenzlevel – ein nachhaltiger Beitrag zu verantwortungsvollem Umgang mit Mensch, Umwelt und Ressourcen.

Einreicher
HMI Project

Designer*innen
Christian Rudolph, Toni Brüche, Benedikt Schneeberg

Kunde
Reifenhäuser Blown Film GmbH

Leiter Elektrokonstruktion & Automatisierung
Alexander Marnett

Electrical Engineer
Till Schirmacher

Kategorie
Digital

DDC AWARD
Bronze

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