Umsetzung

Der systemische Prozess hinter denorm [ ] verbindet Werte aus wissenschaftlichen Studien unmittelbar und direkt mit der generativen, interaktiven Animation in der Ausstellung. Dadurch wird ein 1:1-Transfer zwischen phonetischen Eigenschaften bei Lautbildung und visueller Gestaltung hergestellt. Jede Form der Artikulation wird durch unser System gewissenhaft in Visuelles transferiert. Daraus resultiert sinnorientiertes Design, das eine emotionale, neue Perspektive schafft. Die Systematik der datengeleiteten Gestaltung umgeht den Anspruch, visuell gefallen zu wollen. Es geht um das Interagieren mit dem Sprechübertrag und intensiven Rezipieren seiner Wirkung. Dieser Vorgang schafft somit Raum, persönlich und reflektierend zu wirken.

Ein eindeutiger Fokus liegt auf der wertfreien Vielfalt von Sprechweisen. Ein nachhaltiger, bewusster und auch realer Umgang mit dem Sprechen, sieht von wertenden Kategorien ab und betrachtet es als dynamisch. Auf diesem (Um-)Denken gründet denorm [ ]. Das Vorgehen ist dabei sowohl komplex als auch selbstverständlich: Kategorien, die auditiv erlernt wurden, werden durch den Transfer in das Visuelle gelöst. Eine Neuverknüpfung findet statt, die nicht auf Basis der gelernten Bewertungsmethoden funktioniert. Im Zentrum steht der Appell, das Sprechen von Bewertungen wie richtig oder falsch zu lösen. Der resultierende Diskursanstoß und die damit einhergehende Reflexion, schaffen eine ungesehene Perspektive auf individuelle Sprechweisen.

Einreicher
Kevin Fehler, Felix Gutendorf, Ben Rose

Hochschule
Münster School of Design

Kategorie
Digital Talents

DDC AWARD
Bronze

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