Umsetzung

Durch die Wahl der Aktenbinder fungiert der Sammelband als offenes dokumentarisches Archiv und hebt das „Nicht-Abgeschlossene“ des NSU-Komplexes hervor. Das DIN A4 Format schafft eine bürokratische Assoziation, die den archivischen Charakter verstärkt. Durch die Ästhetik des Endformats und der Bindung wird eine analytische Formensprache entwickelt, die durch typografische Elemente aufgebrochen wird. Hochwertige Recycling- und Farbpapiere, sowie der Wechsel zwischen verschiedenen Formaten, setzen haptische Akzente und reflektieren die Komplexität des Themas sowie die unterschiedlichen Perspektiven der Beiträge. Ein strukturiertes  Layout und die klare Bildsprache ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema.

Von Anfang an war es mir sehr wichtig, dass die Gestaltung dem Thema entspricht. Der Sammelband wurde von mir selbst gebunden und gedruckt, da ich Einblicke in die Buchproduktion gewinnen wollte. Ich habe verschiedene hochwertige Recyclingpapiere recherchiert und getestet, um soweit wie möglich umweltfreundliche Materialien zu verwenden. Mein Ziel war es, ein hochwertiges Gesamtergebnis zu erzielen, indem ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln selbst drucke und binde. Das gesamte Buch wurde mit einem normalen monochromen Laserdrucker und einem Risografen in der Farbe Medium Blue gedruckt. Durch die Eigenproduktion konnte ich mir Wissen über die entsprechenden Arbeitsprozesse und geeignete Materialien angeignen. 

Einreicher
Philip Förster

Hochschule
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Dozent
Prof. Markus Lange
Prof. Dr. Christoph Schaden

Kategorie
Editorial / Text Talents

DDC AWARD
Gold

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