Umsetzung

„Female Gaze Design” zeigt auf visueller Ebene die Vielseitigkeit des Feminismus, kritisiert männlich geprägte Designelemente und rückt den Female Gaze und den Feminismus in den Vordergrund. Female Gaze Design ist mehrdeutig, wütend, erzeugt Widersprüche und bricht Erwartungshaltungen. Es entlarvt nicht nur den männlichen Blick, sondern nimmt ihn an sich und wirft ihn zurück. Die im Manifest definierten Schlüsselkriterien werden aktiv und bewusst in die Buchgestaltung miteinbezogen, um so bereits beim Lesen ein Gefühl für Female Gaze Design zu bekommen. Damit wird das Buch nicht nur semantisch-rhetorisch, sondern auch formal-ästhetisch zu einem Referenzwerk für feministische Gestaltung.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit den Menschen ist ein essenzieller Teil, um eine nachhaltige und funktionierende Gesellschaft zu formen. Gleichberechtigung und Diversität spielen hierbei eine tragende Rolle. Es ist die Verantwortung von Designer*innen, sich aktiv dem männlichen Blick zu widersetzen und die Werte des Female Gaze in das Design einfließen zu lassen. Sie müssen gegen die Trennung von öffentlich und privat, männlich und weiblich, wichtig und unwichtig vorgehen und die Machtstrukturen durch Gestaltung destabilisieren. Mithilfe des Manifests können Designer*innen ihre Kreativität nutzen, den Female Gaze in das Zentrum der Gesellschaft rücken und so zu einer nachhaltig gleichberechtigten Gesellschaft beitragen.

Einreicherin
Karen Kircher

Hochschule
Fachhochschule Salzburg

Dozentinnen
Prof. Viktoria Kirjuchina, Julia Otterbach

Kategorie
Editorial / Text Talents

DDC AWARD
Silber

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