Umsetzung

canoptree ist kein separates Schattensystem, sondern eine Ergänzung, die mit dem Baum zusammenwirkt und Schatten spendet, solange junge Bäume mit lichter Krone die Umgebung noch nicht ausreichend kühlen. Ein textiler Schirm wird am Kronenansatz befestigt, seine Größe orientiert sich an einer erwachsenen Krone. So wird frühzeitig die Verschattungsleistung erzielt, die der Baum später selbst übernimmt. Die Konstruktion wird zurückgebaut, sobald der Baum eigenständig zur Hitzeminderung beiträgt. canoptree stärkt die Rolle des Baums im Stadtraum und macht dessen Bedeutung und klimawirksame Leistung früh erfahrbar. Es ist Teil einer zukunftsorientierten Gestaltung, die ökologische Wirkung und städtische Lebensqualität verbindet.

canoptree verbindet ökologische, soziale und funktionale Aspekte in einer Konstruktion: Der textile Schirm verschattet den Bereich junger Stadtbäume und mindert Hitzeinseln. Gleichzeitig sammelt der geneigte Schirm Regenwasser und leitet es zum Stamm – dorthin, wo die Wurzeln junger Bäume in der Anwuchsphase konzentriert sind. Das unterstützt die Wasserversorgung und fördert bodennahe Verdunstung – ein zusätzlicher Kühlungseffekt. An der Konstruktion angebrachte, drehbar gelagerte Sitzflächen schaffen Aufenthaltsqualität und laden zur Begegnung am Baum ein. canoptree lässt sich ohne bauliche Veränderungen in bestehende Baumgruben integrieren und kann später an anderer Stelle wiederverwendet werden.

Einreicherin
Amelie Mattas

Hochschule
Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main

Dozent*in
Prof. Peter Eckart, Dipl. Des. Daniel Rese

Kategorie
Produkt Talents

DDC AWARD
Silber

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