Umsetzung

Die entworfenen Objekte übersetzen komplexe Fragen zu Identität, Technologie und Vertrauen in multisensorisch erfahrbare Artefakte. In zwei gegensätzlichen Zukunfts-szenarien eingebettet, bieten sie ein Spektrum an Außeinandersetzungsmöglichkeiten, deren inhaltlicher Kontrast gestalterisch widergespiegelt wird. Eine ent-technologisierte Welt mit Fokus auf Gemeinschaft und Handwerk, steht einer vollständig auf Biotechnologie ausgerichteten gegenüber: warmweißes Licht, Holz, Leinen und Imperfektion vs. kaltes Licht, Zinkblech und sterile Oberflächen. In allen Räumen formal konstante Elemente erleichtern hierbei die Lesbarkeit. Interaktionsmöglichkeiten sorgen für zusätzliche Immersion und Nachhaltigkeit der individuellen Auseinandersetzung.

Nachhaltigkeit wird nicht im ökologischen, sondern v.A. sozialen Sinn gesehen. Im Übergang von analogen zu digitalen Technologien in Bürokratie & Politik, ist die Einbindung der Gesellschaft in demokratische Prozesse von großer Relevanz, um zukunftsfähig zu bleiben.

Identität wird als temporärer Fixpunkt eines wandelbaren Prozesses begriffen. Wie wir diesen kommunizieren, hat unmittelbare Auswirkungen auf die Gestaltung sozialer Systeme und bietet damit die Basis für eine diverse Gesellschaft.

Gestaltung wird nicht als rein ästhetischer Akt verstanden, sondern als kritisches Werkzeug gesellschaftlicher Reflexion. Durch Spekulation entstehen Diskursräume, die technologische Entwicklungen hinterfragen und neue Narrative aufzeigen.

Einreicher
Jonathan Stein, Helen Hausdorf, Cem Akbal

Video
youtube.com

Hochschule
Kunsthochschule Burg Giebichenstein

Dozent*in
Prof. Christian Zöllner
Sophia Reißenweber

Kunde
SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen

Beteiligt
Arne Petersen

Kategorie
System Design Talents

DDC AWARD
Auszeichnung

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