Umsetzung

Das Projekt „Porzellanschaum“ betrachtet Materialforschung aus einer ganzheitlich gestalterischen Perspektive. Durch die enge Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung stand nicht nur die Entwicklung eines neuen Porzellanschaums im Fokus, sondern auch dessen Herstellbarkeit und konkrete Anwendbarkeit. Dabei wurden gezielt Fragen zu Formgebung, Entformbarkeit, Volumenfähigkeit oder Nachbearbeitung untersucht. Die Arbeit zeigt somit, wie Designer:innen als Impulsgeber Materialinnovationen vorantreiben können. Durch ihre ganzheitliche Sichtweise können sie neue Wege für Gestaltung, Verarbeitung und Nutzung eröffnen und somit neue Materialien entwickeln, die in unterschiedlichen Industrien und Produkten Anwendung finden.

Das entwickelte Verfahren eröffnet einen neuen Ansatz zur Herstellung poröser Keramiken. Im Gegensatz zu klassischen Methoden wird auf das Ausbrennen von Kunststoffträgern verzichtet, wodurch Emissionen reduziert werden. Gleichzeitig ermöglicht die Methode eine kontinuierliche und effiziente Schaumproduktion. Über Gießverfahren lassen sich damit auch komplexe Formkörper realisieren. So entstehen nachhaltige, poröse Porzellane mit gezielt einstellbarer Porenstruktur für vielfältige Anwendungen. Das Material verbindet hohe Stabilität mit geringem Gewicht sowie chemischer und thermischer Beständigkeit – entscheidende Eigenschaften für neue Einsatzfelder.

Einreicher
Eva Conci, Charlotte Becker 

Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Coburg

Kooperationspartner
KOBER Steinwiesen GmbH & Co. KG
Lehrstuhl für Keramische Werkstoffe der Universität Bayreuth 

Kategorie
System Design Talents

DDC AWARD
Silber

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